Stefan Mross kollabiert live: Guido Cantz enthüllt die unglaubliche Wahrheit hinter dem legendären Currywurst-Drama
Es gibt in der glitzernden und oft unberechenbaren Welt des deutschen Fernsehens jene Tage, an die man sich selbst nach vielen Jahren noch mit einer Mischung aus Ungläubigkeit, Staunen und schmunzelndem Kopfschütteln erinnert. Wenn die Kameras einer großen Live-Sendung laufen, Millionen von Zuschauern gebannt vor den Bildschirmen sitzen und im Studio scheinbar alles nach einem routinierten Plan verläuft, ahnen die Menschen zu Hause meist überhaupt nicht, welch dramatisches Chaos sich oft im Verborgenen hinter den Kulissen abspielt. Genau ein solcher spektakulärer und im Nachhinein fast schon absurd komischer Vorfall ereignete sich im Sommer des Jahres 2014 bei der beliebten ARD-Erfolgsshow „Immer wieder sonntags“. Der beliebte Moderator und Schlagerstar Stefan Mross sorgte damals für einen landesweiten Schreckmoment, als er nach einer waghalsigen Mutprobe live vor laufenden Kameras kollabierte und die Sendung in eine absolute Ausnahmesituation stürzte. Lange Zeit rankten sich zahlreiche Spekulationen um diesen Vorfall, doch nun hat der bekannte Komiker und Moderator Guido Cantz in seinem aktuellen Bühnenprogramm „Komische Zeiten“ das eisernen Schweigen gebrochen und enthüllt, was an jenem schicksalhaften Sonntag wirklich geschah.
Um die ganze Tragweite dieses denkwürdigen Tages zu verstehen, muss man sich in jene Sommerwochen des Jahres 2014 zurückversetzen. Stefan Mross hatte mal wieder eine extrem kurze und anstrengende Nacht hinter sich gebracht, bevor er sich wie gewohnt topmotiviert vor die Kameras von „Immer wieder sonntags“ stellte. Schon damals dachten einige Kollegen, die den Trubel aus der Nähe beobachteten, ganz ehrlich: „Das ist wahrlich sportlich bei diesem vollen Terminkalender.“ Doch der eigentliche Stressfaktor an diesem Tag war weder das frühe Aufstehen noch die musikalische Darbietung, sondern das herrschende Sommerwetter gepaart mit einer verhängnisvollen kulinarischen Herausforderung. Es herrschten drückende, schweißtreibende 30 Grad im Schatten, als sich die Produktion für eine ganz besondere Programmänderung entschied: die berüchtigte Currywurst-Challenge. Für diesen optisch und geschmacklich spektakulären Programmpunkt hatten die Verantwortlichen zehn verschiedene, in ihrer Schärfe drastisch ansteigende Currywürste aufgebaut. Stefan Mross sollte als prominenter Gastgeber einige davon vor laufendem Publikum probieren. Doch die Redaktion hatte vorab eine glasklare, unmissverständliche Ansage gemacht, die nicht hätte deutlicher sein können.

Man hatte dem Moderator hinter den Kulissen eindringlich ins Gewissen geredet und ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben: „Du darfst in dieser Livesendung absolut alles machen, aber auf gar keinen Fall darfst versteckterweise zu einer Schärfestufe greifen, die schärfer ist als die Currywurst Nummer fünf!“ Es war eine präventive Schutzmaßnahme, um den empfindlichen Magen des Entertainers vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Doch wie es bei echten Männern mit großem Ehrgeiz und einer Prise jugendlichem Leichtsinn oft der Fall ist, hielt sich Stefan Mross im entscheidenden Moment natürlich nicht an diese klugen Vorgaben. Was machte der unerschrockene Stefan Mross? Er probierte einmal kurz die vorgeschriebene Eins, übersprang sämtliche mittleren Stufen und biss direkt mit voller Wucht in die extrem scharfe Currywurst Nummer zehn. Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um sich auszumalen, was passiert, wenn man bei brütender Hitze eine derartig unbarmherzige Schärfe in den Körper aufnimmt. Wenige Augenblicke später haute es den bekannten Trompeter buchstäblich aus den Socken, und sein Kreislauf machte unter der massiven Belastung gnadenlos schlapp.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Kölner Komiker Guido Cantz, der damals als Moderator der gefeierten Samstagabendshow „Verstehen Sie Spaß?“ ebenfalls auf dem Gelände weilte, bereits hinter den Kulissen und hatte seinen eigenen Auftritt für die Sendung schon längst erfolgreich absolviert. Er stand gut gelaunt im Backstage-Bereich, als plötzlich hektische Betriebsamkeit ausbrach und seine Unterhaltungschefin auf ihn zusteuerte. Mit ernster Miene teilte sie ihm mit, dass es Stefan Mross gesundheitlich überhaupt nicht gut gehe, sein Kreislauf komplett kollabiert sei und er sich vorsichtshalber bereit halten solle, um gegebenenfalls als spontaner Ersatzmann einzuspringen. Doch Guido Cantz, der sich im Fernsehen bestens auskannte und selbst jahrelang die berüchtigten versteckten Kamera-Streiche moderiert hatte, dachte in diesem Moment an absolut alles – nur nicht an einen echten medizinischen Notfall. Er war fest davon überzeugt, dass dies alles nur ein extrem gut inszenierter Scherz für seine eigene Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ sein musste. „So doof ist doch im ganzen Land keiner, dass er freiwillig die zehn isst“, dachte er sich damals schmunzelnd.

Selbst als die Situation hinter der Bühne spürbar hektischer wurde, man Stefan Mross auf eine Liege bettete und ihm ein kaltes Handtuch zur Kühlung auf die Stirn legte, glaubte Cantz bis zur allerletzten Sekunde nicht an einen realen Vorfall. Er ging stoisch davon aus, dass er selbst das ahnungslose Opfer einer perfiden Falle der Lockvögel geworden war. Während Mross ins Krankenhaus gebracht werden musste, drückte man dem völlig verdutzten Komiker plötzlich die offiziellen Moderationskarten in die Hand mit den dringenden Worten: „Geh sofort raus auf die Bühne und rette die Sendung!“ Selbst in diesem Augenblick lief in seinem Kopf der Film ab, dass dies alles zu der Nummer dazugehöre. Doch die Situation war bitterernst. Schließlich biss der Komiker in den sauren Apfel, trat vor die Kameras, moderierte die Livesendung souverän und professionell zu Ende und rettete damit den sonntäglichen Sendeplatz. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese turbulente Ausgabe aufgrund der unfreiwilligen Currywurst-Dramatik und des gewaltigen Medieninteresses sensationelle Einschaltquoten einfuhr. Stefan Mross erholte sich glücklicherweise nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder vollständig von dem heftigen Kreislaufkollaps und blickt heute selbst mit viel Humor auf dieses verrückte Erlebnis zurück. Es zeigt einmal mehr: Manchmal braucht es für einen echten Fernseherfolg gar kein künstliches Drama – eine viel zu scharfe Wurst reicht völlig aus.