„Mach doch mal was Substanzielles!“: Markus Lanz erteilt Barbara Schöneberger eine knallharte Absage

Es ist eine Welt, die auf den ersten Blick so glamourös, so freundlich und so harmonisch wirkt: die Welt des deutschen Abendfernsehens. Ein Zirkel, in dem man sich kennt, in dem man sich gegenseitig in die Shows einlädt, über neue Projekte plaudert und gemeinsam über die neuesten Trends lacht. Doch ab und zu dringt ein Riss an die Oberfläche dieser Fassade, ein kleiner, aber feiner Streit, der ein Schlaglicht auf den tiefgreifenden Wandel der Fernsehlandschaft wirft. Ein aktueller Schlagabtausch zwischen zwei der wohl bekanntesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten Deutschlands – der quirligen Entertainerin Barbara Schöneberger und dem journalistischen Schwergewicht Markus Lanz – hat nun genau diesen Riss offengelegt. Und die Worte, die dabei fielen, haben das Potenzial, noch lange in der Branche nachzuhallen.

Alles begann in jenem vertrauten, fast schon heimeligen Rahmen des Podcasts “Mit den Waffeln einer Frau”, in dem Barbara Schöneberger normalerweise ihre Gäste charmant um den Finger wickelt. Als sie kürzlich gemeinsam mit ihrem Podcast-Gast, dem TV-Koch Tim Mälzer, über die aktuelle Talkshow-Landschaft philosophierte, kam ein Treffen mit Markus Lanz zur Sprache. Was Schöneberger erzählte, war ein ehrlicher Einblick in ein Bedürfnis, das viele Fernsehstars teilen: die Sehnsucht nach einer Einladung in die “richtige” Runde. Doch die Antwort, die sie von Lanz erhielt, war alles andere als das, was man als klassische kollegiale Höflichkeit bezeichnen würde.

Die Schöneberger, die in ihrem Podcast die Anekdote mit einer Mischung aus Humor und leichter Fassungslosigkeit schilderte, berichtete, sie habe Lanz jüngst direkt darauf angesprochen, dass man bei ihm ja gar nicht mehr eingeladen werde, wenn man nichts Politisches beizutragen habe. Ihr Wunsch war simpel: Sie würde gerne mal wieder mit einem Thema zu ihm kommen, das nichts mit dem üblichen, tagesaktuellen politischen Wahnsinn zu tun hat. Doch die Reaktion des ZDF-Moderators war so direkt, so schonungslos und so trocken, dass selbst der schlagfertige Tim Mälzer während der Aufnahme nur noch staunen konnte. Lanz soll, laut Schöneberger, lediglich geantwortet haben: „Mach doch mal wieder was Substanzielles.“

„Eine Wurstansage“ – Die mediale Aufarbeitung

Wer Barbara Schöneberger kennt, weiß, dass sie mit einer gehörigen Portion Selbstironie gesegnet ist. Doch selbst sie konnte das Lachen über diese “Wurstansage”, wie Tim Mälzer den Spruch von Lanz treffend betitelte, nicht ganz verbergen. Mälzer, der für seine offene Art bekannt ist, zeigte sich sichtlich irritiert über den schroffen Tonfall seines Kollegen. „Ich mag ihn ja, aber das ist eine Wurstansage“, kommentierte er trocken. Es ist genau diese Art von Aussage, die in der deutschen Medienwelt sofort für Spekulationen sorgt. Was genau meint Lanz mit „substanziell“? Ist es eine Kritik an Schönebergers Unterhaltungskünsten? Oder ist es der verzweifelte Versuch eines Journalisten, sein Format in einer Welt, die immer mehr nach bloßer Unterhaltung giert, vor der Beliebigkeit zu schützen?

Für Schöneberger, die in der Vergangenheit mit ihrem Look, ihrer Art und ihren zahlreichen Projekten immer wieder für Schlagzeilen sorgte, ist diese Absage eine schmerzhafte Erinnerung an eine Ära, die sich scheinbar ihrem Ende zuneigt. Sie selbst räumte im Podcast ein: „Ich passe da ja nicht mehr rein.“ Es ist ein Satz, der eine tiefe Wahrheit über das heutige Fernsehen enthält. Die Zeit der klassischen, lockeren Unterhaltungstalks, in denen man einfach nur seine neue Platte, seinen neuen Film oder seine neue Tour vorstellte, scheint vorbei zu sein.

Das Sterben der klassischen Talk-Ära

Barbara Schöneberger erinnerte sich wehmütig an die goldene Ära der TV-Talks: „Früher gab es ‚Genial daneben‘, dann ging man zu Lanz und erzählte, dass man eine neue Platte gemacht hat. Dann ging man zu Kerner.“ Doch dieser Modus operandi gehört der Vergangenheit an. Heute dominieren ernste, oft drängende Themen das Bild. Die Gäste, die bei Lanz Platz nehmen, sind in der Regel politische Akteure, Experten oder Menschen, die in einer aktuellen Krise eine Rolle spielen. Für reine Unterhaltungskünstler, die primär dafür da sind, das Publikum zum Lachen zu bringen, ist in diesem hochgradig fokussierten, fast schon akademischen Diskurs-Modell kaum noch Platz.

Tim Mälzer, der während der Pandemie zeitweise zum Sprachrohr der deutschen Gastronomen wurde, merkte an, dass er in dieser speziellen Zeit sogar „Lanz-fähig“ war. Es war eine Phase, in der auch Menschen, die sonst eher im Bereich der Unterhaltung oder Gastronomie angesiedelt sind, eine hohe politische Relevanz hatten. Doch auch diese Phase endete für viele wieder. Mälzer betonte: „Das ist ja nicht so, dass wir Leute in der Öffentlichkeit immer zigfache Einladungen auf dem Tisch liegen haben.“ Diese Aussage ist ein wichtiger Fingerzeig darauf, dass auch TV-Stars nicht mehr der Selbstverständlichkeit folgen, mit der sie früher von Studio zu Studio gereicht wurden.

Die Identitätssuche zwischen Klamauk und Relevanz

Schöneberger, die sich derzeit in die Sommerpause verabschiedet hat, gab offen zu, dass sie es schade findet, nicht mehr in diese „lustigen Shows“ gehen zu können. Stattdessen verbringe sie viel Zeit zu Hause, wie sie scherzhaft anmerkte: „Ich gucke den Nägeln beim Wachsen zu und denke mir, wäre schön, wenn ich mal wieder eingeladen werden würde.“ Natürlich gebe es immer noch Formate, in denen ihre Anwesenheit erwünscht sei – schließlich ist sie eine der gefragtesten Entertainerinnen Deutschlands. Doch sie rudert im Podcast dann doch ein wenig zurück. Sie wisse genau, dass sie aufpassen muss, „nicht überall zu sein“.

Es ist ein interessantes Spannungsfeld: Einerseits der Wunsch nach Relevanz und der Teilhabe an den großen Diskurs-Runden, andererseits die Gefahr der medialen Überpräsenz. Schöneberger, die mit ihren Social-Media-Auftritten, etwa im Bikini, immer wieder für Aufsehen sorgt, weiß genau, wie man im Gespräch bleibt. Doch die Grenze zwischen “im Gespräch bleiben” und “an der falschen Stelle Substanz abliefern” ist schmal.

Die “Substanz-Frage” – Wer definiert das Fernsehen von morgen?

Der Vorwurf von Markus Lanz, Barbara Schöneberger solle doch „mal wieder was Substanzielles“ machen, ist weit mehr als nur eine flapsige Bemerkung. Er ist symptomatisch für einen Konflikt, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die großen privaten Sender spaltet. Brauchen wir in einer Welt der permanenten Krisen noch das leichte, bunte Entertainment? Oder ist es die Pflicht eines Talk-Moderators, den Fokus hart auf die drängenden Themen zu legen?

Lanz verfolgt mit seiner Sendung eine klare Strategie: maximale Tiefe, maximale Information, auch auf die Gefahr hin, dass es für manche Zuschauer anstrengend wird. Er möchte den “Hard Talk”. Für einen Gast wie Barbara Schöneberger, die die Leichtigkeit zu ihrem Lebenswerk gemacht hat, ist dieser Ansatz ein Schlag ins Gesicht. Ihr “Substanzielles” ist ein anderes: Ihr Beitrag zur Gesellschaft ist der Spaß, die Unterhaltung, die Befreiung vom Alltag. Dass Lanz dies nicht als substanziell ansieht, ist ein Urteil, das tiefer sitzt, als die lustige Podcast-Atmosphäre vermuten lässt.

Der Wunsch nach den guten alten Zeiten

Wenn Schöneberger von der Zeit bei Kerner oder den klassischen Talkshows schwärmt, dann sehnt sie sich nach einer Ära zurück, in der es eine klare Trennung zwischen Information und Unterhaltung gab. Man wusste: Hier wird gelacht, da wird gelernt. Heute verschwimmen diese Grenzen. Eine Talkshow wie die von Lanz ist zu einem Ort geworden, an dem über die Existenz des Staates, über Krieg und Frieden und über die Zukunft des Planeten debattiert wird. Da wirkt der Besuch eines Entertainers, der gerade eine neue Comedy-Tour bewirbt, oft wie ein Fremdkörper.

Dass Schöneberger dies so offen im Podcast anspricht, zeigt jedoch auch ihren Mut zur Selbstreflexion. Sie ist sich der Veränderung bewusst. Sie erkennt, dass ihre Art der Unterhaltung in den aktuellen Talk-Formaten vielleicht tatsächlich an ihre Grenzen stößt. Doch gleichzeitig schwingt da ein wenig Wehmut mit – Wehmut nach einer Fernsehlandschaft, die mehr Platz für die bunte Vielfalt der menschlichen Erfahrung hatte, als es heute der Fall ist.

Fazit: Ein notwendiger Dialog

Der Streit zwischen Lanz und Schöneberger ist letztlich ein notwendiger Dialog über den Status quo unserer Unterhaltungsindustrie. Wir müssen uns fragen: Was erwarten wir von unseren TV-Gesichtern? Wollen wir ausschließlich Relevanz, oder ist das bunte Entertainment nicht auch eine Form von notwendiger Substanz, um den psychischen Druck in einer krisengebeutelten Zeit auszugleichen?

Barbara Schöneberger und Markus Lanz stehen beispielhaft für zwei Pole, die sich immer weniger berühren. Der eine sucht die Wahrheit im harten Diskurs, die andere findet die Wahrheit in der Unterhaltung des Publikums. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Doch wenn diese beiden Welten aufeinanderprallen, entstehen jene Funken, die wir als Zuschauer so gerne beobachten. Es ist zu hoffen, dass Lanz und Schöneberger irgendwann die Gelegenheit finden, ihren Disput nicht nur im Podcast, sondern vielleicht doch wieder einmal im Studio auszutragen – vielleicht finden sie dann ja doch eine gemeinsame Ebene des „Substanziellen“.

Eines steht fest: Solange das Fernsehen uns solche Schlagabtausche bietet, bleibt es lebendig. Und egal, wie substanziell ein Gespräch ist – solange es uns zum Denken anregt oder uns für einen Moment den Alltag vergessen lässt, hat es seinen Platz in unserer Medienlandschaft mehr als verdient. Barbara Schöneberger bleibt, wie sie ist: eine Entertainerin, die sich nicht verbiegen lässt, auch wenn ein Markus Lanz mal die Türe fest verschließt.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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