Das verstummte Idol: Die tragische Geschichte der Bärbel Wachholz und das Rätsel ihres plötzlichen Verschwindens

Jedes Jahr im November geschieht auf dem Friedhof in Berlin-Buchholz etwas Berührendes: Menschen versammeln sich an einem bestimmten Grab und singen leise ein Lied, das mittlerweile fast 70 Jahre alt ist. “Damals”. Es ist eine Hommage an eine Frau, die einst zu den strahlendsten Sternen am Himmel der DDR-Unterhaltungskunst gehörte: Bärbel Wachholz. Ihre Geschichte ist ein faszinierendes, aber auch zutiefst tragisches Kapitel deutsch-deutscher Musikgeschichte. Es ist die Geschichte eines beispiellosen Aufstiegs, eines unerklärlichen Absturzes und eines Geheimnisses, das bis heute nicht vollständig gelüftet ist.

Von der Dunkelkammer ins Rampenlicht: Die Geburt eines Stars

Geboren 1938 in Angermünde, schien Bärbel Wachholz zunächst einen bodenständigen Weg einzuschlagen. Nach der Trennung ihrer Eltern zog sie zu ihrem Vater, einem Schauspieler, der ihr wohl das Talent in die Wiege legte. Schon als Kind stand sie mit ihm auf der Bühne. Dennoch entschied sie sich vorerst für etwas “Solides” und begann eine Lehre als Fotografin. Doch die Musik ließ sie nicht los. Nebenbei nahm sie Gesangsunterricht und sang am Wochenende mit einem Tanzorchester.

Der Wendepunkt kam 1956. Bei der Talentshow “Kleine Premiere” des Berliner Rundfunks trat die erst 17-Jährige gegen 2.000 Konkurrenten an und schaffte es bis ins Finale. Obwohl die Jury sie auf den zweiten Platz verwies – angeblich, weil sie noch zu jung war –, erkannte der Leiter des Rundfunk-Tanzorchesters, Günter Gollasch, ihr außergewöhnliches Potenzial. Von da an überschlugen sich die Ereignisse. Die Fotografenlehre trat in den Hintergrund, und Bärbel Wachholz startete eine Karriere, die in der DDR ihresgleichen suchte.

“Damals” – Ein Song schreibt Geschichte

1958 traf sie zwei Männer, die ihr Leben prägen sollten: Armin Kämpf, ihren späteren Ehemann und musikalischen Partner, und den Komponisten Gerd Natschinski. Natschinski schrieb für sie das Lied “Damals” (1959). Es wurde nicht nur in der DDR ein gigantischer Hit, sondern erschien zeitgleich auch im Westen beim Label Fontana. Ein außergewöhnlicher Vorgang in der Zeit des Kalten Krieges!

Bärbel Wachholz faszinierte die Menschen. Ihre Halbschwester, Christine Wachholz-Ziara, erinnerte sich später an ihren unglaublichen Stimmumfang von vier Oktaven. Sie beherrschte melancholische Balladen ebenso wie mitreißende Boogies, etwa den Hit “Ich hab Musik im Blut”. Zwischen 1962 und 1969 tourte sie mit eigenen Bühnenprogrammen nicht nur durch die DDR, sondern auch durch Osteuropa, Frankreich und die Niederlande. 1959 gewann sie sogar als erste DDR-Künstlerin eine Goldmedaille beim Schlagerwettbewerb in Paris.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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